Die plastische Chirurgie beinhaltet in der Regel ästhetische operative Maßnahmen sowie funktionelle Operationen. Das wissen viele nicht, weil der Hype um sogenannte Schönheitsoperationen derart groß geworden ist, dass sie immer häufiger plastische Chirurgie automatisch mit den Beauty-Operationen gleichsetzen. Sie fallen natürlich unter den plastischen operativen Eingriffen, aber sind kurz angemerkt nicht das Einzige, was hier zählt. Trotzdem muss eindeutig festgestellt werden, dass im Gegensatz zum Jahr 1997, wo circa 20.000 ästhetisch begründete operative Eingriffe stattfanden, die Zahl 2017 schon mehr als 35.000 Eingriffe zählt. Der Beauty-Wahn nimmt zu, unbegründete operative Maßnahmen werden vorgenommen und auch Ärzte sind teilweise erschrocken, welche Wünsche die Betroffenen wirklich haben.

Immer mehr ästhetische Eingriffe folgen in der plastischen Chirurgie

Schon das Ärzteblatt gibt Aufschluss darüber, wie es jährlich um die neuen Zahlen der nicht notwendigen operativen Eingriffe besteht. Fettabsaugung, Brustvergrößerungen, Hautstraffungen, Facelifting und viele weitere Eingriffe sind hier bereits einschlägig in hohen Zahlen für das Jahr 2017 und die vorherigen Jahre bekannt. Denn immer mehr nutzen die plastische Chirurgie, um ihr Selbstwertgefühl zu verändern, sich selbst der Norm anzupassen oder ganz weit abseits dessen, was die Gesellschaft gut findet und andere wollen Überbleibsel aus einem alten Leben weg operieren. Offenbar ist die plastische Chirurgie mit einst einer funktionellen Wirkung nicht mehr derart interessant, um Funktionen aufrechtzuerhalten, sondern um sich selber stets zu verändern! Das kann im Übrigen auch zu einem regelrechten Wahn führen und zu einem hohen Gesundheitsrisiko.

Nur notwendige plastische Eingriffe sollten durchgeführt werden

Da jeder Eingriff ein Risiko bergen kann, der Gesundheit zu schaden oder es auch zu Komplikationen innerhalb des Eingriffs kommen kann, ist es wichtig, dass sich Interessenten der Schönheitstops dies immer vor Augen halten. Ein Eingriff, der nicht notwendig ist, birgt natürlich dasselbe Risiko wie jeder wichtige Eingriff in der plastischen Chirurgie auch. Aus diesem Anlass werden die meisten Chirurgen dies auch nur widerwillig zulassen, dass dort Patienten sind, die eine Art Regelmäßigkeit in operativen Eingriffen aufweisen. Sei es heute die Brustvergrößerung, morgen die Nasenkorrektur, später der Brasilien Butt und mehr. Seriöse Chirurgen sehen eben nicht nur das Geld und werden bei jeder weiteren operativen Maßnahme das Risiko sorgfältig einschätzen und dies an die Betroffenen auch entsprechend weitergeben. Es gilt immer zu berücksichtigen, dass nicht jeder Eingriff wirklich notwendig ist und man darüber nachdenken sollte, dass in jeder operativen Maßnahme etwas passieren kann. Ist es das dann Wert, sich unters Messer zu legen?

Die plastische Chirurgie war einst für kleine Korrekturen wie eine Nasenkorrektur & Co immer gern gesehen. Normalerweise ist ihr Aufgabengebiet u.a. auch die Erhaltung von körperlichen Funktionen. Doch immer häufiger ist es so, dass Schönheitsoperationen zum Vorschein kommen oder entsprechende Anfragen der Patienten. Diesen Hype haben Ärzte richtig erkannt, aber nicht jeder nimmt das Risiko von OP zu OP in Kauf, seinem Patienten damit einem hohen Risiko auszusetzen. Es gilt zudem immer daran zu denken, mangelndes Selbstbewusstsein und mangelndes Selbstwertgefühl verändert keine ästhetische Operation!

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